Energie
Ein Jahr nach Fukushima
Thüringen vollzieht die Energiewende
Von Dr. Martin Gude, Abteilungsleiter Energie und Technologie im Thüringer Wirtschaftsministerium
Auch wenn die Energiewende einen langen historischen Schatten wirft: Den endgültigen Impuls brachte erst die Reaktorkatastrophe von Fukushima im März 2011. In breitem Konsens wurde ein neuer Energiefahrplan für Thüringen eingeleitet. Basis dafür war das Strategiepapier „Neue Energie für Thüringen“, das vom Wirtschaftsministerium erarbeitet wurde.
mehrMachnig für Local-Content-Regelung bei Solarförderung
Minister kritisiert „Abbruchkonzept“ für deutsche Solarindustrie
Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig hat die geplanten Kürzungen der Solarförderung durch die Bundesregierung scharf kritisiert. Die Änderungen seien ein „Abbruchkonzept“, sagte Machnig am 29. März in seiner Rede im Deutschen Bundestag. Bereits ab April soll die Einspeisevergütung für Solarstrom um 20 bis 32 Prozent gesenkt werden, ab Mai sind weitere Einschnitte von einem Prozent pro Monat geplant. Ab November können die Kürzungen je nach Entwicklung der Branche mehr oder weniger als ein Prozent betragen.
mehrAuf der Suche nach Solarflächen im Internet
„SolarFlächenPortal Thüringen“ ab sofort online/130 Hektar warten auf Investoren
Investoren für Solarparks werden auf der Suche nach geeigneten Standorten in Zukunft schneller fündig. So listet das neue „SolarFlächenPortal Thüringen“ zurzeit 29 noch verfügbare Flächen in einer Größenordnung von insgesamt 130 Hektar auf, die sich für eine Bebauung mit Photovoltaik-Anlagen eignen. Das Portal ist ein neuer Service der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA).
mehrThüringen fördert „Power-to-Gas“
Fraunhofer-Institut in Kassel forscht zu Methanisierung
Die Bundesländer Hessen und Thüringen unterstützen die Forschung zur Speicherung regenerativer Energien in erneuerbarem Methan und seiner Einspeisung in das Erdgasnetz (Power-to-Gas) am Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Kassel. Eine entsprechende Kooperationserklärung der Umweltministerien beider Länder mit dem IWES wurde Mitte Februar unterzeichnet. Ziel des Vorhabens ist es, Technologie und Verfahren der Methanisierung weiterzuentwickeln und die Realisierbarkeit in der Praxis zu demonstrieren.
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